Storage-Replica unter Windows Server 2016 einrichten

Heute habe ich mal den verregneten Sonntag genutzt, um mir das Thema
„Storage Replication“ auf Basis des „Windows Server 2016 (Technical Preview 4)“ anzuschauen. Was mir besonders daran gefällt, ist, dass es simpel einzurichten ist und das SMB3 zum Einsatz kommt, was nicht unbedingt ein 10Gbit Adapter voraussetzt. In meiner Laborumgebung habe ich hier mit 2 Netzwerkadaptern gearbeitet. Schön war hier zu sehen, dass das SMB3 Protokoll sich die Netzwerkbandbreite nimmt, die es kriegen kann.

Aber warum das Ganze?
Storage-Replica dient hauptsächlich im Disaster Recovery um Volumes im Notfall verfügbar zu halten. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Fileserver, Sie könnten  ein zweiten Fileserver in einen anderen Brandschutzabschnitt installieren und wären für ein
Desaster Szenario gewappnet.

Eine weitere Möglichkeit ist einen Hyper-V Failover-Cluster aufzubauen und somit wäre dann kein dedizierter Storage mehr nötig. Es wäre möglich den Storage direkt von den „Compute Nodes“ zu beziehen.

Bevor wir anfangen, möchte ich drauf hinweisen, dass die Anleitung nicht für einen Produktivbetrieb genutzt werden sollte. Der Einsatz erfolgt auf eigene Gefahr, ich übernehme keine Haftung für Schäden!

Voraussetzungen

  1. Zwei Windows Server 2016 Technical Preview 4
  2. Mindestens 2 Netzwerkkarten (geht aber zum Testen auch mit einer)
  3. Beider Server müssen Mitglied der Domäne sein.
  4. In meinem Testaufbau hat jeder Server zwei Disk (Partitionstabelle= GPT)
    Disk 1 = D: 50GB
    Disk 2 = L: 20GB
  5. Abgeschaltete Firewall (sollte im Produktivbetrieb nicht abgeschaltet werden)
  6. Die L: Disk sollte >8GB sein
  7. Ein wenig Powershell Kung-Fu 😉

Schaubild und Aufbau der Server

W2k16_Storage_Replica._Uebersicht

W2k16_Storage_Replica._Uebersicht_Server

Installation „Storage Replica“

  1. Im nächsten Schritt installieren wir das Feature „Storage-Replica“.
    Hierzu führen Sie das nachfolgende PowerShell-Script auf dem ersten Server, in meinem Fall  „Node01“, aus. Beachten Sie bitte, dass Sie das Script als Administrator ausführen.

Achtung der Server führt ein „reboot“ durch!

2.  Wiederholen Sie den Vorgang für den zweiten Server, in meinem Fall „Node02“, und führen ebenfalls das nachfolgende PowerShell-Script aus. Beachten Sie bitte, dass Sie das Script als Administrator ausführen.

 Achtung der Server führt ein „reboot“ durch!

Konfiguration von Storage-Replica

  1. Starten Sie auf dem ersten Server, in meinem Fall „Node01“, die Powershell Umgebung und führen nachfolgenden Schnipsel aus.
Passen Sie die Servernamen und ggf. die Laufwerksbuchstaben an

 

2. Wenn der Befehl erfolgreich war, dann sollte Sie im Windows Explorer folgendes Bild sehen. Beim „Node01“ sind die DISK D: und L: sichtbar und ein Zugriff ist möglich.

W2k16_Storage_Replica_001

Beim „Node02“ ist die Datendisk D: zwar sichtbar, aber ein Zugriff ist nicht möglich.

W2k16_Storage_Replica_002

Test von Storage-Replica

Kopiert man nun eine Datei auf das Laufwerk D: sieht man, dass beide
Netzwerk-Adapter ihre Arbeit verrichten und die Replication im vollen Gange ist.
(siehe Scrennshot)

W2k16_Storage_Replica_003

Umkehren der Replikation

Bevor wir Umschalten, schauen wir uns noch eben die Dateien an, die auf dem „Node01“ unter dem Laufwerk D: liegen.

W2k16_Storage_Replica_004

  1. Starten Sie auf dem ersten Server, in meinem Fall „Node01“, die Powershell als Administrator und führen den nachfolgenden Schnipsel aus, um „Node02“ als
    Master zu definieren.

Auf dem „Node01“ sollte nun das Laufwerk D: zwar noch vorhanden, aber ein Zugriff sollte nicht möglich sein.

2. Schauen wir uns nun den zweiten Server „Node02“ an.
Das Laufwerk D: ist erreichbar und die Dateien sollten vorhanden sein.
(siehe Screenshot)

W2k16_Storage_Replica_005

Nützliche Powershell Befehle

„Get-SRGroup“

W2k16_Storage_Replica_006

„Get-SRPartnership“

W2k16_Storage_Replica_007

Die Installation und Konfiguration der „Storage-Replica“  ist abgeschlossen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick in das kommende Feature von Microsoft Windows Server 2016 geben. Sollten Sie Fragen haben, so scheuen Sie nicht mich zu kontaktieren. Nutzen Sie hier die “Kommentar Funktion” des Blogs oder wenn es Ihnen lieber ist via E-Mail.

Weiter Blogs folgen in den nächsten Tagen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie wieder vorbeischauen.

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